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Alte Truhe der Schwalheimer Kirchengemeinde

Entstehung: zwischen 1700 und 1750 angefertigt

Als die Bürger- und Kirchengemeinde noch identisch waren, diente sie zur Aufbewahrung von Kirchenbüchern (Tauf-, Trau- und Sterbebücher bis 1867), Dokumenten und der Kirchenkasse in der Kirche. Sie konnte niemals von weniger als drei berechtigten Personen geöffnet werden. Die Schlüssel konnten auf Pfarrer, Kirch- und Schatzmeister verteilt sein. Im Fall einer Notsituation konnte sie mit Hilfe der beiden Tragegriffe schnell geborgen werden.

Sie ist aus massivem Eichenholz gebaut – ohne Eisennägel und Metallschrauben – sondern mit Hilfe althergebrachter Holzverbindungen. Die Schnitzereien - zwei „Fratzen“ mit offenen Mündern, die als Eichenblätter dargestellt sind, mit jeweils einem Herz aus Ranken darüber - sind barocken Stils.

Schreinermeister Helmut Greb aus Meiches im Vogelsberg hatte die Kirchentruhe in der Vergangenheit restauriert; eine abermalige fachgerechte grundlegende Restaurierung durch Kathrin und Uwe Behrendt folgte im Jahr 2011.

Im Jahr 1983 fanden Heinz Buschmaas und der damalige Pfarrer Knöß bei einem Kontrollgang über den Dachboden der Kirche eine unscheinbare hölzerne Kiste. Es ist erstaunlich, dass diese alte  Kirchentruhe, nachdem sie nicht mehr benutzt worden war, all die Zeiten überstanden hat. Erstaunlich auch, dass sie den Abbruch der alten Kirche 1849 überlebte, um jedoch dann auf dem Dachboden der neuen Kirche über 130 Jahre unbeachtet im Verborgenen zu stehen.

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