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Familienfreizeit 2009

Jedes Jahr gibt es für Familien einmal die Möglichkeit, gemeinsam ein Wochenende unbeschwert und abseits des oftmals beschwerlichen Alltags zu verbringen. Spaß und Unterhaltung soll ein solches Wochenende sowohl Eltern als auch ihren Kindern bieten. Meditation und Gottesdienst kommen jedoch auch nicht zu kurz.

In diesem Jahr ging es mit 11 Familien wieder zum Haus St. Gottfried in Ilbenstadt, das nicht nur einen kurzen Anfahrtsweg garantiert, sondern mit seiner schönen und weitläufigen Anlage auch wunderbare Bedingungen für gemeinschaftsstiftende Aktivitäten bietet. Zwar fielen die geplanten Spiele im Freien zunächst dem samstäglichen Dauerregen zum Opfer, aber auch in den Räumen des ehemaligen Klosters lassen sich zahlreiche Spiele durchführen, an denen Erwachsene und Kinder gleichermaßen Spaß hatten. Rechtzeitig vor dem Abend hatte der Himmel schließlich ein Einsehen und stellte den Regen ein. Dem traditionellen Lagerfeuer stand somit nichts mehr im Wege. Auf dem großen Freigelände konnte das Feuer entzündet werden, und vor allem die Kinder erfreuten sich am Stockbrotbraten, begleitet von vielen Liedern.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der am darauffolgenden Sonntag gefeiert wurde, stand die Hochzeit zu Kanaa. Gemeinsam mit Pfarrerin Susanne Pieper, Gemeindepädagogin Regina Reitz und Mitgliedern der Jugendgruppe der Gemeinde spielten die Teilnehmer selbst die Geschichte von der Hochzeit nach, zu der das ganze Dorf eingeladen war und bei der schließlich der Wein zur Neige ging, sodass Jesus helfend eingriff und Wasser zu Wein verwandelte. Der Tisch, an dem sich die Ilbenstädter Hochzeitsgesellschaft versammelt hatte, war denn auch festlich geschmückt. Den Tischschmuck hatten am Tag zuvor die Kinder in verschiedenen Altersgruppen selbst gebastelt, während sich ihre Eltern in einer Gesprächsrunde an die eigene Hochzeit oder andere wichtige Lebens-Feste erinnerten und über die Bedeutung solcher Feste im eigenen Leben sprachen. Deutlich wurde dabei, wie wichtig das Erinnern an solche Hoch-Zeiten im Leben und das dabei zu gewinnende Abstand-Nehmen vom oft auch mühseligen, arbeitsreichen und wenig festlichen Alltag ist, weil es neue Kraft für die Bewältigung der Alltagsprobleme vermittelt.

Axel D. Angermann

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